08. Januar 2015 / Marc Küstermann

Webdesign-Trends 2014

Eat Clean, Vegan for fit, Social-Media-Challenges, Selfies, Lumbersexual, Bärte und Tattoos à la Ricki Hall …

das sind nur einige der Trends, die unseren Lifestyle und unser Umfeld im Jahr 2014 maßgeblich beeinflusst haben. Doch nicht nur im Privaten lassen wir uns gerne von Neuem inspirieren. Auch beruflich hatte das letzte Jahr einiges zu bieten. So ließen sich im Bereich Webdesign viele neue Ansätze und Tendenzen beobachten. Und das ist gut so! Denn Trends sind wichtig. Sie ermöglichen es uns, Produkte, Unternehmen und Leistungen immer wieder in ein neues Licht zu rücken und ein breites Publikum dafür zu begeistern.

Wir haben einen Rückblick auf die bedeutendsten Webdesign-Trends 2014 gewagt und sind gespannt, welche sich auch in diesem Jahr halten.

1. Flat Design
Die einen lieben es, für andere könnte dieser Trend nicht schnell genug wieder von den Bildschirmen verschwinden: Flat Design. Seinen Ursprung hat Flat Design im Interfacedesign. Besonderes Merkmal: Der minimalistische Gestaltungsstil. Man versucht nicht, etwas möglichst realitätsnah darzustellen, sondern reduziert das Design auf das Wesentliche.

Die Website www.flatvsrealism.com greift diesen Trend nicht nur auf, sie bietet die Möglichkeit, sich damit spielerisch auseinander zu setzen.

2. Modern Metro
Dem Flat Design sehr ähnlich und doch etwas völlig Anderes: Das Modern Metro Design. Microsoft entwickelte es für sein Betriebssystem Windows 8. Auch hier ist die Gestaltung auf ein Minimum reduziert und sehr „flach“ gehalten. Das eigentlich Charakteristische ist allerdings die Anordnung der Inhalte über Quadrate und Rechtecke. Dabei kann flexibel und je nach Wichtigkeit definiert werden, wie groß oder klein ein Element innerhalb des Rasters dargestellt werden soll.

Microsoft hat mit dieser Art der Gestaltung den Nerv vieler Webentwickler getroffen. Immer mehr Websites sind heute im Modern Metro Design gehalten.

www.silktricky.com

3. Fullscreen Background Images
Ästhetische und bis ins feinste Detail ausgearbeitete Bilder ziehen User in ihren Bann. Wirken können diese aber nur, wenn sie entsprechend prominent in eine Website eingebunden sind. Folgerichtig findet man derzeit unzählige Websites, die auf Fullscreen Background Images setzen. Dabei werden die Aufnahmen bildschirmfüllend skaliert, um so auf jedem Endgerät die maximale Darstellungsgröße zu erzielen.

Viele kritisieren jetzt vermutlich, dass große Bilddaten lange Ladezeiten und ein schnell erschöpftes Datenvolumen nach sich ziehen. Korrekt eingesetzt, stellt dieser Trend aber nach heutigem Stand der Technik so gut wie kein Problem mehr dar. Natürlich sollte sich die Gesamtzahl der dargestellten Bilder in einem vertretbaren Rahmen bewegen.

Schöne Fallbeispiele sind die Websites des Fahrradherstellers Koka (www.koga.com/en) und des Fotografen Jürgen Knoth (juergenknoth.com)

4. Großer Auftritt für die Typografie
Text findet im Web nicht allein zum Informationsaustausch Verwendung – gerne nutzen ihn Webdesigner heute auch zur Gestaltung. War man vor nicht allzu langer Zeit noch an Standard-Schriften wie Arial oder Verdana gebunden, sind unserer Kreativität inzwischen, dank individueller Webfonts, praktisch keine Grenzen mehr gesetzt. Das macht nicht nur optisch einiges her, es erhöht darüber hinaus die Usability und den Wiedererkennungswert einer Website.

www.piccsy.com/everything-design/

5. Video-Hintergründe
Viele vertreten die Meinung, Videohintergründe würden im Web noch zu selten eingesetzt, um von einem Trend sprechen zu können. Dabei gibt es kaum ein Medium, das Emotionen besser überträgt als Bewegtbild. Mit der Einführung von HTML 5 wurde es auch endlich möglich, Video sinnvoll und gezielt in Webprojekte einzubinden. Die User-Experience einer Website wird dadurch völlig verändert und verleiht dieser dabei eine große emotionale Tiefe.

www.dadaabstories.org

6. Gestensteuerung
Instinktives Steuern und Navigieren durch Gesten, Handbewegungen und Blickkontakt – das klingt nach Science Fiction. So oder ähnlich denken wohl die meisten, die zum ersten Mal davon hören. Doch die Gestensteuerung war bereits 2014 ein Thema. Und damit nicht genug: Es wird gemunkelt, dass mit dem nächsten Windows-Update das Betriebssystem eine echte Gesten,- Sprach- und Augensteuerung erhalten soll. Ein Blick auf Projekte wie LeapMotion (www.leapmotion.com) zeigt deutlich: Gestensteuerung, das hat nichts mehr mit Science Fiction zu tun – sie wird schon bald Einzug in unsere digitale Welt halten.

Fazit
Trends kommen und gehen. So ist das auch im Internet. Viele Trends werden sich halten und weiterentwickeln, andere werden wieder in Vergessenheit geraten und von der Bildfläche verschwinden. Eins aber ist sicher: Die Zukunft enthüllt täglich neue Möglichkeiten, das World Wide Web noch spannender und interaktiver zu gestalten. Wir bleiben dran und freuen uns schon auf das, was 2015 für uns parat hält.

 

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