03. Februar 2016 / Jessica Spreyer

So bewahren Sie selbst in schwierigen Situationen innere Ruhe

Nicht den Kopf verlieren

Im Laufe des Lebens wird man immer wieder mit Situationen konfrontiert, mit denen man nicht vertraut ist und in die man sich erst einfühlen muss. Dies sind unter anderem Situationen, die man nicht völlig in der Hand hat und deren Ausgang sich nicht vorhersehen lässt, da dieser im wesentlichen auf den Reaktionen der Mitmenschen beruht. Ein klassisches Beispiel aus dem Berufsleben wäre ein Vorstellungsgespräch, im privaten Bereich vielleicht eine Familienfeier, auf der man eine Rede halten muss, oder die erste Begegnung mit den Schwiegereltern. Bei solchen Gelegenheiten will man sich meist von seiner besten Seite zeigen und setzt sich auf diese Weise selbst unter Druck.

Der entstehende Stress bringt automatisch Nervosität mit sich, diese äußert sich in extremen Fällen in Herzrasen, zitternden Händen, Schweißausbrüchen, man bekommt einen trockenen Mund, die Stimme hebt sich und man spricht schneller, gleichzeitig fällt es einem aber schwer, einen klaren Gedanken zu fassen. Befindet man sich in einer solchen Lage, sieht man oft keine Möglichkeit, wieder zur Ruhe zu kommen. Doch dem kann man entgegenwirken!

Wir haben ein paar Tipps für Sie, die Ihnen helfen, den Kopf und damit Ihre innere Balance zu bewahren:

Selbstanalyse
Vor einer schwierigen Situation tritt die Aufregung bereits Stunden oder auch Tage zuvor ein. Hier werden Sie mit allerlei Ängsten konfrontiert, nutzen Sie die Gelegenheit, sich bewusst mit diesen zu beschäftigen. Machen Sie sich klar, worin genau Ihre Befürchtungen bestehen und ob diese auf rationalen Motiven beruhen. Denken Sie Ihre Sorgen zu Ende und überlegen Sie, was es für Sie bedeuten würde, wenn Ihre Befürchtungen war würden. Wäre dies tatsächlich Ihr Ende? Mit Abstand betrachtet sind die meisten Situationen weniger dramatisch, als wir Sie im ersten Augenblick empfinden.

Vorbereitung
Machen Sie sich darüber Gedanken, welche Themen Ihnen unangenehm werden könnten und erstellen Sie sich einen Notfallplan. Überlegen Sie sich Ihre Antworten auf schwierige Fragen im Voraus, auf diese Weise kann Sie nichts überraschen und Sie behalten stets Ihre Souveränität.

Positive Grundstimmung
Nachdem Sie sich mit Ihren Ängsten auseinandergesetzt haben, können Sie diese bei Seite schieben. Jetzt geht es darum, eine Grundhaltung aufzubauen, die Ihr Selbstbewusstsein stärkt. Ersticken Sie negative Gedanken sofort im Keim und sagen Sie sich immer wieder: „Ich schaffe das.“.

Outfit
Zu selbstbewusstem Auftreten gehört auch immer, dass man sich in seiner Haut und somit auch seiner Kleidung wohl fühlt. Ziehen Sie nichts an, was zwickt oder hinderlich ist, wählen Sie stattdessen ein Outfit, das Ihnen Sicherheit gibt.

Atmen
Kurzatmigkeit oder das Atmen durch den Mund können Begleiterscheinungen von Nervosität sein. Dem können Sie mit bewussten Atemübungen entgegen wirken. Atmen Sie tief ein und wieder aus. Die Entspannung tritt beim Ausatmen ein, zählen Sie deshalb bis sechs bevor Sie wieder einatmen. Wiederholen Sie diese Übung zwei bis drei Minuten lang, bis Sie merken, dass Sie ruhiger werden.

Entspannen
Bewegen Sie sich vor Ihrem großen Auftritt ein bisschen, das lockert die Glieder. Nutzen Sie diese Zeit um sich abzulenken, sprechen Sie mit einem Freund/einer Freundin oder konzentrieren Sie Ihre Gedanken auf die Umgebung.

Blickkontakt
Wenn es schließlich zum Aufeinandertreffen kommt, ist vor allem der erste Eindruck entscheidend. Ihr Ziel ist es, mit Ihrem Gegenüber auf einer Ebene zu kommunizieren, dieser soll Sie schließlich respektieren und als selbstbewussten Menschen wahrnehmen. Suchen Sie deshalb immer den Blickkontakt. In einer größeren Menschenmenge halten Sie sich ruhig an den Charakter, der Ihnen am sympathischsten ist. Konzentrieren Sie sich auf die positiven Schwingungen, die Sie von ihm empfangen, auf diese Weise verliert Ihre Unsicherheit gegenüber dem Rest der Menge an Gewicht.

Lächeln
Achten Sie auf Ihre Körpersprache. Bewegen Sie sich langsam und versuchen Sie unsichere Gesten wie das Kauen an der Lippe oder das Spielen mit den Haaren zu vermeiden. Begegnen Sie Ihrem Gegenüber in gerader Haltung und mit einem Lächeln, so brechen Sie das erste Eis.

Welche Situation Ihnen auch bevor steht, machen Sie sich immer bewusst: Sie sind nicht allein. Der Gedanke, dass es anderen Menschen in ähnlichen Situationen genauso ergeht, dass jeder das Gefühl der Nervosität kennt, nimmt der persönlichen Last die Schwere. Besonders, wenn man darüber nachdenkt, dass die Person, die einem im entscheidenden Moment gegenüber steht, möglicherweise selbst aufgeregt ist 😉

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