24. April 2015 / Jessica Spreyer

Basiswissen: Duplex

Nein, wir meinen damit nicht das Bedrucken von Vorder- und Rückseite eines Blatt Papiers …

Wenn wir ein Bild weder eindeutig als bunt, noch als schwarz-weiß identifizieren können, ist es womöglich ein Duplex!
Als Duplex bezeichnet man ein Graustufenbild, das mit einer zusätzlichen Farbe gedruckt wird. Triplex- und Quadroplexbilder werden entsprechend mit drei bzw. vier Druckfarben erstellt. Simplexbilder sind Graustufenbilder, die mit einer alternativen Druckfarbe zu Schwarz produziert werden.

Tonwertumfang
Das besondere an Duplexbildern, sie erweitern den Tonwertumfang eines Graustufenbildes. Jede Druckfarbe kann lediglich 50 Grautöne reproduzieren. Diese lassen sich allerdings addieren, so dass 3 Druckfarben folglich 150 Grautöne erzeugen können. Insgesamt können sogar 256 Grautöne widergegeben werden. Mit der Erhöhung der Grautöne, wird das bearbeitete Bild automatisch feinkörniger. Für den Betrachter bedeutet dies, Duplexe haben eine stärkere Tiefenwirkung als einfache Graustufenbilder.

Dynamik
Duplexe werden häufig mit einer schwarzen Druckfarbe für die Tiefen und einer bunten Druckfarbe für die Mitteltöne und Lichter angelegt. Diese Bearbeitungsmethode sorgt für einen leichten Farbstich der Motive, auf diese Weise erhalten die Bilder eine größere Dynamik.

Warum ein Duplex?
Besonders gern werden Duplexbilder für die Inszenierung atmosphärischer Landschafts- oder Portraitaufnahmen eingesetzt. Auf Grund ihrer besonderen Wirkung bilden sie eine beliebte Alternativen zu Schwarz-Weiß-Bildern. Aber auch im Bezug auf die Minimierung der Produktionskosten, kann sich die Umsetzung von Duplexbildern als Vorteil erweisen. Zweifarbige Motive, selbst wenn es sich bei einer der Farben um eine Sonderfarbe handelt, sind in der Regel günstiger, als der gewöhnliche Vierfarbdruck.

 

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