19. Oktober 2015 / Jessica Spreyer

Gezielt werben mithilfe einer effektiven Marketingstrategie

Am Anfang steht immer die Strategie

Schätzungen zufolge empfängt ein Mensch ca. 10.000 Werbebotschaften pro Tag. Natürlich kann er diese niemals adäquat verwerten. Darüber hinaus, fühlt sich der Empfänger bei der wahnsinnigen Fülle an Botschaften schnell belästigt. Dies wiederum führt dazu, dass er, als reine Schutzmaßnahme, seine Aufmerksamkeit was Werbung betrifft auf das Nötigste reduziert. Dadurch besteht aber die Gefahr, dass der Adressat auch die für ihn tatsächlich relevanten Botschaften übersieht …

Es scheint ein Teufelskreis zu sein, dem auf den ersten Blick niemand, weder Sender noch Empfänger, entkommen kann. Welche Konsequenz ziehen wir daraus Werbung ohne Konzept, sprich, ohne Marketingstrategie funktioniert nicht. Wie also macht man es richtig? Wir geben Ihnen einen Überblick … Checken Sie Ihre Werbemaßnahmen auf folgende Eckpunkte:

1. Wer ist Ihre Zielgruppe?
Ohne eine genaue Vorstellung von Ihrer Zielgruppe, haben Sie keine echte Chance auf dem Markt zu bestehen. In einem konkurrenzreichen Geschäft entscheidet nämlich nicht nur die Qualität des Produktes, sondern vor allem die emotionale Bindung, die ein Kunde zu einem Produkt aufbauen kann. Um diese Emotionen in einem potentiellen Käufer zu wecken, muss man ihn allerdings kennen und verstehen, sozusagen seine Sprache lernen. Erst dann ist man als Unternehmen in der Lage, mit ihm auf einer Eben zu kommunizieren und ihn auch emotional zu erreichen.

2. Über welche Kanäle erreichen Sie Ihre Zielgruppe?
Um Ihre Zielgruppe effektiv erreichen zu können, müssen Sie wissen, welche Medien von ihr bevorzugt genutzt werden. Schließlich hat die Erfahrung gezeigt, dass kontextbezogene Werbung effektiver ist, als Streuwerbung, die oft nur als nervig empfunden wird. Liest man beispielsweise ein Fachmagazin für Modetrends, ist man auch empfänglich für Kosmetikwerbung, während die selbe Anzeige platziert in einem Tuning-Magazin mit Sicherheit wenig Begeisterung auslöst.

3. Trifft Ihre Werbung den richtigen Ton?
Die Sprache Ihrer Werbung muss natürlich in erster Linie von Ihrer Zielgruppe verstanden und angenommen werden. Dazu müssen Sie diese genau kennen und verstehen. Dieses Verständnis sollte dabei weit über die reine Beziehung des Kunden zu Ihrem eigenen Produkt hinaus gehen und vielmehr die komplette Lebenssituation des Kunden miteinschließen. Werbetreibende nehmen hierbei gerne „Personas“ zur Hilfe. Dies sind fiktive Persönlichkeiten, welche stellvertretend für eine ganze Zielgruppe stehen. Indem man eine Geschichte rund um die Persona strickt, haucht man ihr Leben ein und gibt ihr ein Gesicht. So wird es leicht, sich in die Zielgruppe hineinzuversetzen.

4. Ist Ihre Kommunikation auf den Punkt?
Kaum etwas ist so ungeschickt wie eine Werbemaßnahme, die auf Grund ihres Informationsüberflusses den Adressaten überfordert und prompt die gegenteilige Wirkung erzielt. Wichtig: Immer die Aufmerksamkeitsspanne des Betrachters im Hinterkopf behalten! Gerade was Printwerbung betrifft, ist es ratsam, sich kurz zu fassen und den Inhalt auf das Wesentliche zu konzentrieren. Im Fernsehen hingegen haben sich vorrangig emotionale Spots bewährt … Der Zuschauer möchte unterhalten und überrascht werden, dafür ist er auch bereit, mehr Zeit zu opfern und sich auf die Werbung einzulassen.

5. Ist Ihre Werbung aufmerksamkeitsstark?
Dies bedeutet nicht, dass sie in Neonfarben leuchten oder mit einem Megaphon aus dem Lautsprecher tönen soll. Nur was kreativ ist, weckt unsere Aufmerksamkeit und bleibt uns im Gedächtnis. Eine Werbung, die neben dem eigentlichen Produkt auch eine Story enthält, fasziniert. Darüber wird gesprochen!

6. Entspricht Ihre Werbung dem Markenbild, das Sie vermitteln möchten?
Ihre Werbung sollte aufmerksamkeitsstark sein und gleichzeitig Ihrem Firmencharakter entsprechen. Andernfalls bringt man sie nicht mehr mit Ihnen in Verbindung und Ihre Marke verliert automatisch an Glaubwürdigkeit und Wiedererkennungswert.

Oben genannte Punkte bilden die Basis einer erfolgreichen Werbekommunikation. Gibt es auch nur einen Aspekt auf der Liste, den Sie nicht bedacht haben, ist Ihr gesamtes Konzept gefährdet. Was nützt beispielsweise die beste Werbung, wenn sie über die falschen Kanäle geschaltet wird und ihre Zielgruppe so nie erreicht? Oder anders herum, was nützt eine Maßnahme, die nicht aufmerksamkeitsstark genug ist, um gegen die Konkurrenz zu bestehen? Prüfen Sie Ihre Strategie deshalb eindringlich, denn diese bestimmt zu einem großen Teil den späteren Erfolg Ihrer Maßnahmen.

 

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