26. April 2019 / WERTMACHER

Ein Logo und seine Schutzzone

Die Schutzzone – Ein wesentlicher Bestandteil in jedem Styleguide

Was hat es eigentlich mit dieser sogenannten Schutzzone auf sich, wofür ist diese überhaupt gut und braucht man sie unbedingt? Wenn Sie sich auch schon einmal solche Fragen gestellt haben, bieten wir Ihnen hier die passende Erklärung.

Um dem Sinn der Schutzzone auf den Grund zu gehen, erinnern wir uns erst noch einmal der eigentlichen Aufgabe eines Logos: ein Unternehmen in der Öffentlichkeit zu repräsentieren.
Die Anforderungen an ein Logo sind aus diesem Grund in erster Linie immer dieselben: den Charakter einer Firma in unverwechselbarer Weise darzustellen. Auch sollte der Absender, egal um welche Botschaft oder welches Medium es sich handelt, immer auf den ersten Blick erkannt werden. Die Darstellung des Logos sollte deshalb einheitlich und prägnant sein. Um dies zu gewährleisten, ist die Festlegung und Einhaltung einer Schutzzone unabdingbar.

Die Schutzzone
Jedes Logo braucht eine, eigens für es definierte Schutzzone. Sie legt den Mindestabstand zu anderen Gestaltungselementen fest. Auf diese Weise wird verhindert, dass sich grafische Elemente mit dem Logo überschneiden, denn nichts darf die Schutzzone verletzen. So einfach ist das.

Wie wird eine Schutzzone definiert?
Das Logo ist Teil des Corporate Designs. Wie alle Gestaltungsrichtlinien, wird auch die Schutzzone im Styleguide des Unternehmens festgelegt. Es gibt keine universelle Formel zur Bestimmung der Schutzzone. Meistens werden Elemente des Logos in Abhängigkeit zur Logogröße eingesetzt oder die Schutzzone im Verhältnis zum Format berechnet.

Häufig bietet ein Styleguide auch mehrere Logoversionen an.
Die verschiedenen Varianten stehen dabei für unterschiedliche Anwendungszwecke. Es gibt die „Standard“-Version, für die Verwendung auf weißem Grund, dies ist meistens eine farbige oder schwarze Logovariante. Häufig wird auch eine Negativversion entwickelt. Diese ist oft in weiß gehalten und kann somit auf dunklem, farbigem Grund stehen. Handelt es sich allerdings bei dem „Standard“-Logo bereits um eine Negativvariante, muss diese natürlich stets auf farbigem oder schwarzem Grund platziert werden. Dies führt dazu, dass häufig ein bestimmter Fond zum Bestandteil des Logos erklärt wird.

Was könnte passieren, wenn man die Regeln der Schutzzone nicht einhält?
1. Schwarzes Logo auf schwarzem Grund?
—> Gute Tarnung! Das Logo verschmilzt mit dem Hintergrund und kann im schlimmsten Fall nicht identifiziert werden.

2. Schlichtes Logo auf buntem Grund?
—> Versteckspiel! Der schwache Kontrast zwischen Logo und Hintergrund sorgt dafür, dass das Logo an Aufmerksamkeit einbüßt.

3. Fließtext direkt unterm Logo?
—> Neue Subbrand! Das Logo muss immer für sich stehen, verzichtet man auf die Schutzzone, wird die Kommunikation schwammig und missverständlich.

FAZIT
Die Einhaltung der Gestaltungsrichtlinien – und somit auch der Schutzzone des Logos – sorgt für eine klare und verständliche Kommunikation sowie einen hohen Wiedererkennungswert.

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