22. Dezember 2014 / Jessica Spreyer

Der Weihnachtsmann ein Marketing-Coup

Hätten Sie's gewusst?

Wer hat Amerika entdeckt? 
„Kolumbus war’s!“
Wer hat den Weihnachtsmann erfunden? 
„Coca-Cola war’s!“

Ein wahnsinniger Marketingcoup. Doch leider, wie bei Kolumbus und seiner Entdeckung Amerikas, kein kompletter Eigenverdienst. Wirklich erfunden hat der, für Coca-Cola arbeitende, Cartoon-Zeichner Haddon Sundblom „Santa Claus“ nämlich nicht. Selbst die uns so geläufige Erscheinungsform des Weihnachtsmannes – rund, lustig und mit langem weißen Bart – entsprang nicht der Fantasie des schwedischen Grafikers. Vielmehr bediente sich dieser Jahrzehnte alter Lieder und Gedichte. Die verwandelten bereits den ehemaligen Bischof Nikolaus von Myra in einen „Santa Claus“. Aber was ist mit den Farben der Weihnachtsmann-Gewandes? Die scheinen doch exakt denen des Getränkeherstellers zu entsprechen. Weit gefehlt – der Karikaturist Thomas Nast ist für das rot-weiße Erscheinungsbild von „Santa Claus“ verantwortlich. Zudem war Nast der erste, der den Weihnachtsmann an den Nordpol umsiedelte, wo dieser, der Legende nach, die Geschenke für die Kinder herstellt.

Somit wurde der Weihnachtsmann zwar nicht von Coca-Cola erfunden. Zweifelsfrei ist es dem Brausehersteller aber eindrucksvoll gelungen, das Bild des Weihnachtsmannes – eng mit der eigenen Marke verknüpft – in die ganze Welt hinaus zu tragen. Und genau das ist es doch, was gute Werbung ausmacht.

Unter der Lupe: Der Mythos Weihnachtsmann


•    Der Weihnachtsmann hat, bedingt durch die Zeitzonen, einen 31-Stunden-Weihnachtstag.
•    Mit rund 1040 km pro Sekunde fliegt der Schlitten des Weihnachtsmannes mit der 3.000-fachen Schallgeschwindigkeit.
•    Bei der Beschleunigung wirkt eine Kraft von 20,6 Millionen Newton auf den Weihnachtsmann.
•    Wenn man davon ausgeht, das ein Geschenk ungefähr 1 kg wiegt, dann wiegt der Schlitten des Weihnachtsmannes beladen etwa 378 000 Tonnen.
•    Wer denkt, der Weihnachtsmann würde China wegen der hohen Bevölkerungszahl nicht beliefern, der irrt sich. Dort heißt er „Dun Che Lao Ren“.

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